Seit 2024 setzt die Maison Heinrich Heine in Partnerschaft mit der Claussen-Simon-Stiftung ein Residenz- und Ausstellungsprogramm um, das der internationalen Mobilität aufstrebender Künstlerinnen der zeitgenössischen Kunst gewidmet ist. Während eines einmonatigen Aufenthalts in Paris erhalten die Künstlerinnen ein Atelier vor Ort, das den Austausch mit der lokalen Kunstszene sowie den Aufbau ihres professionellen Netzwerks fördert. Eingebettet in ein Programm von Austauschresidenzen zwischen Berlin, Romainville und Paris, hinterfragen diese Initiativen Formen des Zusammenlebens in einer sich wandelnden Welt und greifen dabei vielfältige Themen wie Migration sowie soziale, ökologische und politische Fragestellungen auf.
Parallel dazu ermöglicht ein vom Goethe-Institut und der Sorbonne Université unterstütztes Programm auch Autor*innen einen einmonatigen literarischen Aufenthalt in Paris. Diese Veranstaltungen tragen wesentlich zur Mission der MHH bei, die sich der Förderung des kulturellen und intellektuellen Dialogs auf internationaler Ebene verschrieben hat.
Für diese dritte Ausgabe der Ausstellungs- und Künstlerresidenz-Partnerschaft mit der Claussen-Simon-Stiftung begrüßt die MHH Simone Kesting, eine zeitgenössische deutsche Künstlerin mit Sitz in Hamburg. Durch Zeichnung, Skulptur und Installation erforscht sie fragile, erzählerische Formen zwischen Materialität und Imagination. In ihrer neuen Ausstellung „Four Eyes, One Moon“ lässt sie sich von der Geburt ihrer Tochter und den schlaflosen Nächten inspirieren und erweckt schwankende Silhouetten und sich wandelnde Formen zum Leben, die bereit sind, sich aufzulösen. Diese Werke entstehen auf keramischen Trägern und Druckplatten; die instabilen Momente werden dabei eingefroren und zu Objekten. Die Vernissage findet am Mittwoch, den 18. März, um 19.30 Uhr statt. Die Ausstellung ist vom 18.03. bis 12.04. von Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr sowie sonntags von 10 bis 16 Uhr zu sehen.
Ehrengast der literarischen Residenz, die im ersten Halbjahr 2026 von der Sorbonne Université und dem Goethe-Institut Paris gemeinsam organisiert wird, ist die deutsch-französische Lyrikerin, Romanautorin und Übersetzerin Odile Kennel. In ihren Texten erkundet sie existentielle Themen durch die Poesie und den Reichtum der Mehrsprachigkeit. Eine literarische Begegnung findet am Montag, den 30. März, im Goethe-Institut statt.