Odile Kennel – Autorin in Residenz im Jahr 2026

Dank eines Programms, das gemeinsam vom Goethe- Institut und der Sorbonne Université getragen wird, ermöglicht die MHH Autor: innen einen einmonatigen Aufenthalt in Paris. In diesem Jahr begrüßen wir die deutsch-französische Autorin Odile Kennel, deren Werke von einer poetischen Freude am Experimentieren, von spielerischem Umgang mit Mehrsprachigkeit sowie der Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen geprägt sind. Liebe und Sterblichkeit, Körper und Begehren, Ordnung und Unordnung. Odile Kennel schreibt Lyrik, Prosa und Essays und übersetzt zudem literarische Werke aus dem Französischen, Portugiesischen und Spanischen.

Lutz Seiler © Heike Steinwek – Autor in Residenz im Jahr 2025

Während seiner literarischen Residenz am Goethe-Institut empfingen wir im April 2025 den Schriftsteller und Dichter Lutz Seiler. Seiler wurde 1963 in der DDR geboren und veröffentlichte 2014 mit Kruso eine Neuinterpretation von Daniel Defoes Robinson Crusoe. Die Handlung konzentriert sich vor allem auf die Insel Hiddensee sowie auf die Monate zwischen dem Sommer 1989 und dem Fall der Berliner Mauer. Der Roman bietet einen ungewöhnlichen narrativen Rückblick auf die Geschichte der DDR, erzählt aus der Perspektive ihrer Randgebiete. Im Rahmen des Programms zur externen Lehramtsprüfung für Deutsch wurde ein Studientag organisiert, an dem verschiedenen Aspekte des Romans in deutscher und französischer Sprache beleuchtet wurden. Der Podcast kann hier angehört werden.

Im März 2025 durften wir im Rahmen dieses Programms die deutsch-türkische Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar begrüßen. Nach dem Militärputsch von 1971 verließ sie ihr Heimatland, um in Westeuropa ein neues Zuhause -auch künstlerisch – zu finden. Im geteilten Berlin fand sie Zugang zur Theaterwelt und arbeitete mit namhaften Persönlichkeiten wie Benno Besson, Matthias Langhoff und Claus Peymann zusammen. Sie entschied sich, auf Deutsch zu schreiben, und widmet sich zugleich zahlreichen Projekten in Paris. Im Jahr 2022 wurde sie für ihr Gesamtwerk mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. In diesem Zusammenhang fanden eine Begegnung in der Universitätsbibliothek Malesherbes sowie ein Austausch mit dem deutsch-französischen Regisseur Matthias Langhoff am Goethe-Institut statt. Zudem war an der MHH eine Studientagung in Partnerschaft mit dem DAAD Frankreich ihr gewidmet.

Emine Sevgi Özdamar – Autorin in Residenz im Jahr 2025

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