Emily Sahakian ist Professorin für Theaterwissenschaften und Französisch an der University of Georgia (USA).
Ihre wissenschaftliche Forschung konzentriert sich auf karibisches, afrikanisch-diasporisches und interkulturelles Theater. Ergänzt wird diese durch eine praxisorientierte künstlerische Forschung, die Community Engagement, performative Geschichtsvermittlung sowie kollektive und interaktive Theaterformen miteinander verbindet. Gemeinsam mit Studierenden entwickelt sie Theaterprojekte, die historische Archive, zeitgenössische Perspektiven und gesellschaftliche Teilhabe zusammenführen.
Emily Sahakian ist Autorin der vielbeachteten Monografie Staging Creolization: Women’s Theater and Performance from the French Caribbean (2017) sowie Ko-Autorin von Tale of Black Histories. A Translation and Critical Edition (2025), einer Arbeit, die Édouard Glissants Wirken als Theaterkünstler und Bildungsaktivist neu erschließt. Darüber hinaus hat sie zahlreiche Beiträge zur frankophonen Theater-, Tanz- und Performancegeschichte vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart veröffentlicht und ist Mitherausgeberin des Sammelbandes Theatre and Revolution: Global Perspectives on Performance (Routledge, 2026).
Ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit ist die Verbindung von Dramaturgie, kollektivem Theatermachen und gesellschaftlichem Engagement. Sie leitete und begleitete mehrfach ausgezeichnete Community-Theaterprojekte, darunter kollaborative Produktionen mit Studierenden, Kulturschaffenden und lokalen Gemeinschaften in den USA und der Karibik.
Während ihres Aufenthalts an der Maison Heinrich Heine setzte sie künstlerische Akzente mit der Uraufführung ihres Theaterstücks Cowboys in Old Europe, das am 23. Mai 2004 in der Salle Alfred Grosser zur Aufführung kam. Dieses frühe Projekt steht bereits exemplarisch für die Verbindung von wissenschaftlicher Arbeit und künstlerischer Praxis, die ihren Werdegang bis heute kennzeichnet.