Christine Wamsler © Emmalisa Pauly

Prof. Dr. Christine Wamsler, Lund, Schweden, ehemalige Residentin der Maison Heinrich Heine 1995 1997

Christine Wamsler ist Professorin für Nachhaltigkeitswissenschaften an der Lund University, Direktorin und Gründerin des Contemplative Sustainable Futures Program sowie Mitglied in wissenschaftlichen Beiräten verschiedener internationaler Organisationen, darunter UNDP/COFSA, OHCHR, The Inner Green Deal und The Inner Development Goals. Christine zählt in ihrem Fachgebiet weltweit zu den einflussreichsten Wissenschaftlerinnen. Sie hat mehr als 200 Publikationen veröffentlicht, die internationale wissenschaftliche und politische Entwicklungsprozesse im Bereich Klimawandel und Transformation maßgeblich beeinflusst haben. Ihre Forschung hat insbesondere das Feld der „existentiellen Nachhaltigkeit“ entscheidend geprägt – ein Ansatz, der die Integration innerer und äußerer Entwicklungs- und Transformationsprozesse fördert – und dessen Akzeptanz und Umsetzung durch lokale und globale Schlüsselakteure unterstützt.

Ohne meinen Aufenthalt im Heinrich Heine Haus wäre mein Leben ganz sicher anders verlaufen. Die 18 Monate dort gehören bis heute zu den schönsten und prägendsten Zeiten meines Lebens. Zwei Semester Studium und drei Praktika, kombiniert mit dem täglichen Austausch mit inspirierenden Menschen aus aller Welt, haben meinen Blick auf das Leben nachhaltig verändert. Besonders zwei Erinnerungen zaubern mir bis heute ein Lächeln ins Gesicht. Eines Abends fiel plötzlich der Strom aus, und wir beschlossen kurzerhand, im stockdunklen Wohnheimkorridor Verstecken zu spielen. Alle Zimmertüren standen offen, und der gesamte Gang verwandelte sich in einen riesigen Abenteuerspielplatz. Ebenso unvergesslich war der Moment, als ich vorschlug, Spiele zum Ausleihen für das Wohnheim anzuschaffen. Die Idee wurde begeistert aufgenommen, und ich durfte mit einem großzügigen Budget in einem Hypermarkt einen Einkaufswagen voller Spiele kaufen und ins Heinrich Heine Haus transportieren – das war ein riesiger Spaß. Auch die Tanzpartys im Untergeschoss, unser ständig singender Mitbewohner, die Mitbewohnerin, die man selbst tagsüber oft noch im Schlafanzug antraf, die entstandenen Freundschaften sowie die vielen guten Mitternachtsgespräche in der Korridorküche bleiben für mich unvergesslich.

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