Henri Ménudier © DR

Henri Ménudier, Resident der Maison Heinrich Heine 1963/1964

Henri Ménudier wurde am 25. Dezember 1940 in Limogesgeboren und  ist emeritierter Professor (Professeur honoraire) an der Universität Sorbonne Nouvelle – Paris 3 und ein anerkannter Experte für deutsch-französische Beziehungen. Er studierte moderne Literatur und Politikwissenschaften an den Universitäten des Saarlandes, Aix-en-Provence und Paris und promovierte anschließend unter der Betreuung von Alfred Grosser und Joseph Rovan. Während seines Studiums in Paris residierte Ménudier von 1963 bis 1964 in der Maison Heinrich Heine. Auch nach seinem Aufenthalt blieb er dem Haus eng verbunden. Er tritt als Moderator, Referent und Diskussionsleiter bei den Veranstaltungen der Maison Heinrich Heine auf, vor allem bei Themen rund um Deutschland, Frankreich und Europa.

Seine akademische Laufbahn begann er an der Universität Vincennes (Paris VIII), bevor er an die Universität Sorbonne Nouvelle wechselte. Dort wurde er zum ordentlichen Professor für Politikwissenschaft ernannt. Parallel dazu lehrte er am Institut d’Études Politiques de Paris (Sciences Po) und an der École nationale d’administration (ENA). Zudem hielt er regelmäßig Vorlesungen an mehreren deutschen Universitäten.

Zwischen 2001 und 2005 war er Vorsitzender des Bureau International de Liaison et de Documentation (BILD) und Herausgeber der vom BILD veröffentlichten Zeitschrift „Documents”.  Ab 2005 übernahm er die Leitung des Centre Universitaire d’Asnières. Als Forscher der Fondation nationale des sciences politiques schreibt er zudem für verschiedene französische Zeitungen, darunter „La Croix” und mehrere regionale Tageszeitungen, sowie für die Zeitschrift „Allemagne d’aujourd’hui”.

Seine Arbeiten befassen sich hauptsächlich mit dem politischen Leben der Bundesrepublik Deutschland in der Nachkriegszeit, den politischen Parteien, den Wahlen und dem Deutschlandbild in Frankreich. Zu seinen bedeutendsten Veröffentlichungen zählen „La Vie politique en Allemagne fédérale”, „Das Deutschlandbild der Franzosen in den siebziger Jahren”, „Parteien und Wahlen im politischen System der Bundesrepublik Deutschland” sowie „Das Deutsch-Französische Jugendwerk. Ein exemplarischer Beitrag zur Einheit Europas”.

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