Matthias Zach studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Tübingen, Oxford und Paris und verfasste seine Dissertation im Cotutelle-Verfahren in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft an der Sorbonne Nouvelle und der Universität Tübingen. Nach Stationen in Wissenschaft und Wissenschaftsmanagement ist er inzwischen als Karriereberater für Akademikerinnen und Akademiker tätig, mit einem Schwerpunkt auf internationalen Berufswegen.
Erinnerung
Denk ich zurück ans Heine-Haus, verschränken sich Alltägliches und Außergewöhnliches: Veranstaltungen in der grande salle mit Alfred Grosser, Uwe Timm, Günter Grass und vielen anderen; Filme und Konzerte; lange Abende in der Küche unseres petit couloir; Lesekreise, cadavres exquis, teilweise hitzige Diskussionen über Geschichte und Politik, über verschiedene Lebensentwürfe, über die großen und kleinen Aspekte des Zusammenlebens im Haus (ob es den damals angeschafften Kicker noch gibt?); Wettbewerbe in den nahe gelegenen Sportanlagen, und regelmäßig sonntags Ultimate Frisbee auf der grande pelouse. Insgesamt: Ein Ort wertvoller Impulse und insbesondere einer lebensverändernden Begegnung, ein Ort der kritischen Auseinandersetzung und der Lebensfreude, ein Ort der Verständigung über Unterschiede und Grenzen hinweg.